Region
Unterwegs im IJzer-Tal
Über den Kirchweg, der an der Kirche von Haringe beginnt und der an Maidorn- und Ligusterhecken vorbei führt, gelangen wir mitten in die Feldlandschaft mit Ausblick auf das Flusstal der IJzer.
Über einen malerischen Feldweg nähern wir uns dem Dorf Roestbrugge, das auf eine bewegte Handelsvergangenheit zurückblicken kann. Wir durchkreuzen das Dorf und nehmen den Grasweg, der links über die Brücke des IJzer-Flusses führt.
Im Informationsturm können Sie Ihr Wissen über diesen Fluss und das dazugehörige Flusstal erweitern. Weiter geht es über die Brücke über die “Dode IJzer”. Auf satten Weiden, auf denen im Sommer die Kühe grasen, erkunden wir das Tal. Naturliebhaber werden mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Verschiedene Wasservögelarten sind hier zu Hause. Reiher, Teichhuhn, Haubentaucher und andere Arten haben hier ihre Brutstätte.
Ein kleiner Schlenker bringt uns zurück ins Bauernland mit prächtigen alten Höfen. Hier in diesem alten Schmugglerrevier kann man regelrecht in Räuber-und-Gendarm-Geschichten schwelgen, weil der Weg nahe der französischen Grenze verläuft.
Von weitem sieht man bereits den Kirchturm von Oost-Cappel, einem nordfranzösischen Dorf, das durch die Grenze eigentlich zweigeteilt ist. Ein typischer Grenzfall eben. Überhaupt ist diese Region reich an Geschichten aus der Schmugglerzeit mit ihren Scharmützeln. Darüber hinaus gibt es grenzüberschreitende Feste und viel Folklore.
Nach kurzer Zeit verlassen wir die Asphaltstraße wiederum und durchqueren auf einem Feldweg ein herrliches Stück Natur am Rande des Baches Zwijnebeek, der an dieser Stelle die Grenze zwischen Belgisch-Flandern und Französisch-Flandern bildet, und der in die IJzer mündet. Hier wird ein aufmerksamer Vogelbeobachter mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Kormorane, dunkle Wasserläufer oder Uferschnepfen stoßen.
Über eine neue Brücke überqueren wir den Fluss und gelangen wieder ins Weidegebiet. An der gegenüberliegenden Seite sieht man Jägergruben, in denen französische Jäger auf ziemlich rabiate Weise dem Wasserwild zu Leibe rücken.
Weiter flussaufwärts gelangen wir an eine alte, aber sehr geschichtsträchtige Bahntrasse. Der Bach Heidebeek, der auch hier wieder die Grenze bildet, versperrt uns den Weg, so dass wir bis zur Eisenbrücke ein Stück flussaufwärts gehen müssen. Die Gaststätte hier ist ein Meilenstein in der Schmugglergeschichte. Hier hat Karel (Velde) De Blauwer gewohnt. Beim Weitergehen folgen wir einem alten Kirchweg in Richtung Haringe, wo wir am Denkmal von Karel De Blauwer vorbei gehen und wiederum unseren Ausgangspunkt erreichen.




